Führung - Die (beinahe) perfekte Führungskraft

Eigenschaften einer „guten“ Führungskraft

Wenn man den Begriff „Führungseigenschaften“ in seine bevorzugte Suchmaschine eingibt, erhält man ein kleines Sammelsurium von möglichen Definitionen, welche Eigenschaften eine Führungskraft so haben sollte. Entscheidungsfähig muss sie sein. Und kritikfähig. Reden können muss sie natürlich. Klare Ziele formulieren, inspirieren, Verantwortung delegieren und Lob aussprechen. Und gerecht und loyal soll sie sein, planvoll, berechenbar, verbindlich, kundenorientiert ... Die Liste ist lang. So richtig einheitlich sind diese Merkmalslisten jedoch nicht. Und hilfreich eigentlich auch nicht, denn wer vereint schon alle diese Eigenschaften auf sich. Und sind alle Eigenschaften in allen Situationen immer notwendig, oder manche sogar hinderlich? Denn allen Beschreibungen und Merkmalslisten ist eines gemein: Es sind ausnahmslos positive Charaktereigenschaften und Fähigkeiten, die eine „gute“ Führungskraft auszeichnen. Und diese Merkmale sind unabhängig von der Umgebung und der konkreten Situation, sogar unabhängig von den Menschen, die geführt werden sollen. Doch welche Eigenschaften sind allen Führungskräften gemein, oder sollten es zumindest sein?

 

Gibt es eigentlich universelle Eigenschaften einer „guten“ Führungskraft?

Ich persönlich mag den Begriff der „guten“ Führungskraft nicht. Denn „gut“ und „schlecht“ ist immer eine Frage von Moral und Sichtweise, hat jedoch keine definitorische und langfristig gültige Aussage.  Wenn wir die Frage nach notwendigen Eigenschaften, Charaktermerkmalen und Handlungsweisen von Führungskräften stellen, sollten wir doch als erstes der Frage nachgehen, welche Aufgaben eine Führungskraft denn so zu erfüllen hat, um etwas zu „bewirken“, um also eine „wirksame“ Führungskraft zu sein. Denn darum geht es doch als Führungskraft, als Anführer: Wir wollen etwas bewirken, mit und durch andere.

 

Aufgaben einer wirksamen Führungskraft

Also betrachten wir mal eine konkrete Führungskraft: Den Kapitän eines Schiffes.

Was sind seine vorrangigen Aufgaben? Entscheidungen treffen und das Ziel festlegen. Position und Kurs zum Ziel bestimmen. Das Schiff sicher durch unruhige See in den Hafen bringen. Eine Mannschaft auswählen, die dieser Aufgabe gewachsen ist und dieser Besatzung dann klare Anweisungen geben und die Menschen zu Höchstleistungen anspornen. Denn auf hoher See, in einem heftigen Sturm, muss jeder Handgriff sitzen. Und alle müssen sich aufeinander verlassen können.

 

Nun ist nicht jede Führungskraft ein Kapitän auf hoher See. Und nicht alle Führungskräfte müssen sich bei heftigem Sturm bewähren. Dennoch gibt es grundsätzliche Aufgaben, denen sich jede Führungskraft gegenübersieht: Entscheidungen treffen und für Ziele sorgen. Und eine Führungskraft zeichnet sich üblicherweise dadurch aus, dass es jemanden zu führen gilt. Also sollte eine wirksame Führungskraft sich auch um die zu Führenden, also die Mitarbeiter, kümmern und diese fördern.

 

An dieser Stelle nehme ich gerne Beispiele entgegen, bei denen Führungskräfte diese Aufgaben nicht erfüllen müssen!

 

Eine Führungskraft unterscheidet sich von allen anderen Mitarbeitern dadurch, dass sie Entscheidungen trifft. Umgekehrt bedeutet dies natürlich auch, dass jeder, der Entscheidungen trifft auch eine Führungskraft ist. Was machen wir dann mit den Führungskräften, die alle Dinge immer nur aussitzen und partout keine Entscheidung treffen? Nun ja, das sind keine Führungskräfte. Oder zumindest keine wirksamen Führungskräfte. Und eine Führungskraft, welche keine Ziele vor Augen hat oder diese nicht vermittelt kann, wird auch nichts bewirken können. Denn wer nicht weiß, wohin er will, kann jede Straße wählen! Damit man nun eine Führungskraft, zudem eine wirksame, ist, muss man noch die zu Führenden betrachten, denn diese müssen einem auch folgen, vorzugsweise freiwillig und mit Überzeugung. Um seine Mitarbeiter zu führen und sich auch in schwierigen Situationen auf sie verlassen zu können, muss die Führungskraft diese Mitarbeiter fördern und für ihre berufliche Weiterentwicklung sorgen.

 

„… und wenn sie das alles ist, so mag ihr Haar eine Farbe haben, wie es Gott gefällt.“ (Benedikt in Shakespeares „Viel Lärm um Nichts“)

Entscheidungen treffen, Ziele setzen, Mitarbeiter fördern. Braucht man spezielle, einzigartige Fähigkeiten dazu? Oder Charaktereigenschaften, die Führungskräfte von anderen, Normalsterblichen unterscheiden? Wohl kaum. Weder Haarfarbe noch Schuhgröße und auch nicht Geschlecht oder kulturelle Herkunft entscheiden darüber, ob jemand eine wirksame Führungskraft ist.

 

Fazit

Wirksame Führung zeigt sich im Handeln und nur dort. Wir alle sind in der Lage dazu, Entscheidungen zu treffen und Ziele zu setzen, denn wir tun das jeden Tag. Und wir sollten uns nicht von den zahlreichen Experten und Gurus weiß machen lassen, dass wir bestimmte Eigenschaften haben müssen, um als Führungskraft zu bestehen. Gesunder Menschenverstand und die Bereitschaft etwas bewirken zu wollen reichen völlig aus.

 

Herzliche Grüße

Ihr Volker Sobieroy

 

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